A Cloudy Window

A Cloudy Window

on Gerhard Richter´s birthday

February 9th, 1932

Wolken waren immer ein wiederkehrendes Motiv in Gerhard Richters Werk. Zwischen Abstraktion und Stille malte er Wolken nicht, um sie festzuhalten – sondern um sie ziehen zu lassen. Grau über Grau, Schicht über Schicht, fängt er das Licht ein.

Im Kölner Dom verwandelt sich dieses Thema in Glas und Spiegelung. Im Südquerhaus leuchtet ein Fenster, das weder Heilige noch Geschichten zeigt, sondern Farbe und Zufall. Von außen betrachtet, fängt es das Licht und die Bewegung des Himmels auf:
Wolken ziehen über die Stadt, brechen sich im Glas, verändern die Farben.
Das von Richter entworfene Raster reagiert auf jeden Lichtwechsel – ein Zusammenspiel von Ordnung und Zufall, von Material und Moment.
So wird der Himmel mit seinen Wolken Teil des Werks, und das Werk Teil des Himmels.

Die gezeigten Bilder entstanden während Patti den Dom und das Richter-Fenster wiederholt im Sommer 2025 besuchte. Aufgenommen von außen, zeigen sie die Spiegelung der Wolken in der Glasfläche – ein stiller Augenblick, in dem Kunst und Wirklichkeit ineinanderfließen.

Gerhard Richters Domfenster von außen

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